Kaum einen Monat zurück aus Thailand, setzen bei mir auch schon wieder Fernweh und Reiselust ein. Neben den Städtetrips hier in Deutschland und vielleicht Ungarn, die ich irgendwann im Sommer wieder kurzfristig unternehmen werde, habe ich heute mit der groben Planung meiner Südostasien-Reise in 2013 begonnen.
Inspiriert durch meine gestrige Zusammenarbeit mit einer Kollegin aus dem Vietnam, habe ich heute den Let's go-Reiseführer für das Land aus meinem Bücherregal geholt, wo er schon seit ein paar Jahren rumstand. Bisher hat mich das – im Gegensatz zu Thailand, Hong Kong, Macau und Singapur – umständliche Beantragen eines Visum von einer Reise dorthin abgehalten. Erhält man in den o.g. Ländern direkt bei der Einreise am Flughafen kostenlos eine Aufenthaltserlaubnis für 30 Tage (Thailand) bzw. ein Visum für 90 Tage (die drei Stadtstaaten), muss man für Vietnam-Visum zum Konsulat hier in Deutschland oder seinen Pass dorthin schicken. Und kostenlos ist es auch nicht erhältlich.
Aber egal: ich werde meine Bequemlichkeit und Sparsamkeit mal kurzzeitig ausblenden und Ende des Jahres zum Konsulat nach Bonn fahren.
Als Ziel für meinen ersten Besuch kommt der Süden des Landes in Frage: Ho Chi Minh City als Großstadt plus Ausflug zu den Tunneln von Cu Chi stehen schon mal fest, andere Orte werde ich mir dann noch ausgucken.
Da ich schon seit zig Jahren Interesse daran habe, mir die Khmer-Ruinen in Siem Riep anzuschauen, werde ich auf der Hin- oder Rückreise von/nach Thailand einen Stopp in Kambodscha machen.
Das ist dann erstmal der grobe Rahmen meiner Reise außerhalb Thailands. In Land des Lächelns selbst werde ich wohl wieder Pattaya, Bangkok und Chiang Mai besuchen sowie nach zwei Jahren Pause auch mal wieder den Isaan, also den nordöstlichen Teil des Landes. Khon Kaen z.B. hat mir immer sehr gut gefallen.
denn Samsung bietet selbst bei sehr günstigen 'Einsteiger'-Smartphones ausgezeichnete Hard- und Software.
Da der Verkäufer im Elektrogeschäft vor ein paar Monaten auf dem vollen Preis für das Galaxy Nexus beharrte (damals noch über 500 Euro), habe ich auf den Kauf verzichtet und erstmal abgewartet. Beim Stöbern in Thailand bin ich dann zufällig auf das Samsung Galaxy Y S5360 gestoßen, dass zwar einen deutlich kleineren Bildschirm, einfacheren Prozessor und eine schlechter auflösende Kamera mitbringt, ansonsten aber ähnlich gut ausgestattet ist wie das aktuell viermal so teure Nexus.
Denn für 100 Euro sind die üblichen Features aktueller Smartphones vorhanden, außerdem noch:
> Datenübetragung mit HSDPA > Erstellung eines WLAN-Hotspots > Radio > 3,5mm Kopfhöreranschluss > Quadband > MicroSD-Steckplatz bis 32GB > Bluetooth
> GPS
Das Gerät ist durch sein 3-Zoll-Display dann auch insgesamt sehr klein und mit seinen 100 Gramm sehr leicht, dass es in jede Tasche passt und überall mit hingenommen werden kann.
Der Akku hält von Anfang an einen Tag durch, bei geringer Nutzung auch deutlich länger.
Samsungs hauseigener Browser ist so schnell und praktisch, dass ich ihn bisher noch nicht gegen einen anderen, auf einem Sony-Tablet ausprobierten Dolphin- oder Firefox-Browser ersetzt habe.
Googles Android Market, der kürzlich in Play Store umbenannt wurde, bietet mittlerweile für so viele verschiedene Zwecke Apps an, dass man eigentlich immer fündig wird.
Das Android-Betriebssytem selbst ist in den wenigen Jahren seit seines Antritts in der hier vorliegenden Gingerbread-Version deutlich gereift vorzufinden.*
Fazit: Das Galaxy Y ist ein Smartphone, das zu einem wirklich günstigen Preis alle aktuell (für mich) relevanten Eigenschaften besitzt.
Ein größeres Display ist für meinen Geschmack nicht notwendig, da ich (1) ein kleines und handliches Smartphone viel besser im Alltag und auf Reisen mitnehmen kann; (2) Bücher und Zeitschriften (augenschonend) auf meinem Kindle lese; und (3) Texte über eine richtige Tastatur auf meinem Netbook oder Laptop eingebe anstatt (langsamer und irgendwie auch unpraktischer) über eine Bildschirmtastatur.
Es stellt sich die Frage, warum man den vierfachen Preis für ein Nexus oder gar den fünffachen Preis für ein iPhone ausgeben sollte.
*die neueren Versionen -- Honeycomb auf Tablets und Ice Cream Sandwich auf dem Nexus -- sind dann noch mal ein Stück weiter
Lange, lange habe ich darauf gewartet, dass das Talking Thai<>English Dictionary von Paiboon Publishing und Word in the Hand endlich auch für das Android-Betriebssystem erhältlich sein würde und nicht nur für das iOS. Seit zwei Monaten ist diese App jetzt auch im Google Play Store für 19 Euro erhältlich.
Sie ist sehr umfangreich mit über 150.000 Einträgen (laut Herausgeber) und ermöglicht die Suche nach Vokabeln entweder vom englischen oder thailändischen Ausgangswort her, oder aber anhand einer lautschriftlichen Eingabe.
Alle Thai-Wörter sind mit einer Audio-Datei hinterlegt, so dass sie -- von einem thailändischen Muttersprachler gesprochen -- auch angehört werden können.*
Bei den 15.000 Thai-Substantiven steht das für den alltäglichen Sprachgebrauch notwendige Zähleinheitswort.
Und sowohl Substantive als auch anderen Wörter erhalten oft einen Hinweis zur Verwendung, z.B. 'technical', 'formal', 'impolite', 'poetic'.
Desweiteren findet man Wortlisten unter den Oberbegriffen: 'common classifiers', 'colors', 'numbers', 'math symbols', 'days of the week', 'months', 'Buddhist holidays', 'The 12-year cycle' und 'The 77 provinces'.
Die Oberfläche kann entsprechend angepasst werden, um das meiste aus dem Smartphone-Display herauszuholen. So können z.B. die Größe der Thai-Schrift verändert werden und Trennstriche zwischen einzelnen Wortsilben angezeigt oder ausgeblendet werden.
Zur Eingabe der Thai-Schrift ist eine hauseigene Tastatur beigefügt, die aber auf Wunsch durch eine andere ersetzt werden kann.
Nach all diesen positiven Eigenschaften möchte ich aber noch auf zwei Mängel hinweisen: (1) die Herausgeber werben damit, dass man ihr Wörterbuch auch offline verwenden und damit Kosten für eine Datenübertragung vermeiden kann -- dies stimmt aber nicht, da das App bei jedem Start eine Verbindung mit dem Internet verlangt, um die Legitimität des Nutzers und den kostenpflichtigen Erwerb zu überprüfen; (2) im Gegensatz zu einigen anderen Wörterbüchern fehlen nähere Hinweise zur Verwendung eines Wortes, die über die o.g. grobe Einordnung in 'technical' oder 'impolite' hinausgehen.
Fazit: Lange hat's gedauert (bis zum Februar 2012), dass dieses umfangreiche und mit vielen Zusatzfeatures (Sprachausgabe...) ausgestattete Thai-Englisch-Wörterbuch für den mobilen Einsatz auf einem Android-Smartphone verfügbar wurde -- Endlich ist es da!
*Der Thai-Muttersprachler ist in den meisten Fällen eine Frau, nämlich Frau Benjawan Poomsan Becker, die nicht nur Herausgeberin dieses Wörterbuches ist, sondern auch Autorin mehrerer Sprachlehr- und anderer Wörterbücher (z.B. Lao-English).
Das Wörterbuch von Josef Rohrer ist von allen mir bekannten Deutsch-Thai-Wörternbüchern das mit Abstand umfangreichste. Sicherlich gibt es Begriffe, die auch hier nicht enthalten sind -- doch bei meinem bisherigen Gebrauch ist das noch nicht oft vorgekommen.
Hervorzuheben ist, dass bei allen Substantiven das jeweilige Zähleinheitswort (manchmal auch mehrere, sofern vorhanden) vermerkt ist, da es beim alltäglichen Sprachgebrauch unerlässlich ist.
Außerdem werden die Thai-Wörter nicht nur in der Thai-Schrift aufgeführt, sondern gleichzeitig auch in Lautschrift. Dadurch kann man auch ohne Kenntnis der Schrift ein Wort richtig -- und damit für eine/n Thai verständlich -- aussprechen.
Auch ist im Gegensatz zu anderen bzw. früheren Ausgaben das Erscheinungsbild (der einzelnen Buchseiten) deutlich besser geworden -- mit einer einheitlichen Schriftgröße/-art und weniger Fettdruck.
Fazit: Für 19 Euro (750 Baht)* erhält man ein umfangreiches und übersichtliches Wörterbuch, das in aller Regel die passende Übersetzung zu einem Wort liefern wird.
*Die Taschenbuchausgabe kostet 12,50 Euro (495 Baht)
Bangkok eignet sich zum Einkaufen besonders gut, da von super billig bis mega teuer alles erhältlich und in ein paar Minuten Fußweg bzw. Taxifahrt erreichbar ist.
Das Shoppingcenter 'Terminal 21' hat vor knapp einem halben Jahr auf der Sukhumvit Road, direkt an der MRT- und Skytrain-Station Asok eröffnet. Das Besondere ist, dass jedes Stockwerk unter dem Motto einer Großstadt steht und dementsprechend dekoriert ist. Vom Supermarkt im Untergeschoss geht es über Rom, Paris, London, Istanbul und San Francisco bis nach Los Angeles (Hollywood) im obersten Geschoss.
Durch diese spezielle thematische Gestaltung bietet das Terminal 21 eine gelungene Abwechslung zu allen anderen Einkaufszentren in Bangkok -- es gibt z.B. die Nachbildung der Golden Gate Bridge, eine zweieinhalb Stockwerke hohe Oscar-Figur (Academy Awards, nicht Sesamstraße), großflächige Fotos von historischen Orten, Brunnen und vieles mehr.
Neben den üblichen Markengeschäften gibt es auch eine Vielzahl an kleineren Läden und Boutiquen.
Dies ist dann auch schon der letzte Teil meines Reiseberichts, bevor es in ein paar Tagen nach Hause geht.
Ein Urlaub in Südostasien schafft es immer wieder, dass man schnell und zuverlässig vom deutschen Lebensalltag abschaltet. So unterschiedlich ist es hier hinsichtlich Wetter, Menschen, Kultur, Tier- und Pflanzenwelt, Architektur, Sprache und Schrift, dass man vollständig im Hier und Jetzt leben kann und nicht an Deutschland denken muss.
Widersprechen möchte ich an dieser Stelle einigen Nörglern, die sich in Leserbriefen (z.B. an die Zeitschrift 'Der Farang') und online-Reiseforen über das mittlerweile fehlende Lächeln der Thais beschweren. Ich finde, dass die Thais alles in allem gut drauf und ein cooles Volk sind. Wenn man ihnen mit einem Lächeln begegnet, erhält man immer ein Lächeln zurück -- in ländlichen Gegenden sogar noch herzlicher, aber nach wie vor auch in Touristengebieten wie Bangkok und Pattaya. Und selbst dann, wenn man gerade nichts bei einem/-r Thai kauft und für Umsatz sorgt, sondern sich einfach nur so begegnet.
Wo ich gerade bei der (Halb-)Monatszeitschrift 'Der Farang' bin: in der letzten Ausgabe wurde berichtet, dass Air Berlin seit Ende März nicht mehr direkt von Düsseldorf und Berlin nach Bangkok fliegt. Da sich die arabische Fluglinie Etihad bei Air Berlin eingekauft hat, gehen jetzt alle Flüge über deren Heimatflughafen Abu Dhabi. Zu der bisherigen Flugzeit von 10 bis 11 Stunden kommen also die Zwischenlandung, der Umstieg von einer Maschine der Air Berlin auf eine von Etihad, zig Stunden Reisezeit und – meiner Schätzung nach – zig Euro an Ticketkosten hinzu.* Vielen Dank auch!
* Ich habe heute mal probeweise Reisedaten für September/Oktober eingegeben: hat der Hin- und Rückflug in den letzten Jahren zwischen 480 bis 650 Euro gekostet, wurden jetzt Preise von über 800 Euro angezeigt.
UPDATE: Habe jetzt nochmal mögliche Reisedaten sowohl auf der Air Berlin-Seite als auch bei travelchannel.de eingegeben und muss fairerweise berichtigen, dass der (günstigste) Preis nicht bei über 800 Euro liegt, sondern bei 660 Euro zzgl. 10 Euro Service-Charge, also insgesamt 670 Euro.
Das wäre aber immer noch der mit Abstand höchste Preis, den ich bisher einen Hin- und Rückflug in der Nebensaison bezahlt habe.
Durch das Umsteigen in Abu Dhabi (statt des bisherigen Direktfluges) erhöht sich die Reisezeit pro Einzelstrecke um drei bis vier Stunden, also knapp ein Drittel.
Heute hat die letzte Woche meines Thailand-Urlaubs 2012 begonnen, und zum Auklang bin ich nochmal in Pattaya.
Die Stadt ist nach wie vor gut besucht von Touristen, auch wenn sich die Zusammensetzung nach einzelnen Nationalitäten in den letzten Jahren weg von Europa und hin zu Indien, Russland und ostasiatischen Ländern verschoben hat.
Der teilweise heruntergekommene Zustand scheint die Besucher nicht von einem Aufenthalt abzuhalten – speziell hier in Pattaya sind Strand und Wasser doch reichlich dreckig und läuft abends eine große Zahl an Ratten herum. Auch sonst sind über das Stadtgebiet verteilt an einigen Stellen kleinere Müllplätze zu finden und sind die Fußwege nach wie vor in schlechtem und sogar noch schlechter werdendem Zustand.
Ich selbst bin zwar in Jomtien, aber direkt hier in Pattaya noch nie schwimmen gewesen. Andere (Ausländer wie Thais) sind da aber abgehärteter und tauchen in die Brühe ein. Spaziergänge am Strand mache ich wegen des Drecks und der Scherben nicht barfuß. In der Stadt hingegen muss man gut aufpassen, aufgrund fehlender Pflastersteine u.ä. nicht zu stolpern oder beim Straßeüberqueren von einem Fahrzeug erwischt zu werden. Denn Ampeln gibt es nur wenige. Und für die paar Fußgängerampeln, die es z.B. auf der Beach Road und Second Road gibt, interessieren sich die Motorroller- und Autofahrer schon mal grundsätzlich gar nicht.
Naja, die Stadtverwaltung verspricht seit mehreren Jahren, den Problemen Abhilfe zu verschaffen. Lassen wir uns überraschen...
In Bangkok, meiner vierten Reisestation, herrscht eigentlich immer viel Trubel in Form von Menschen, Autos, Bussen, Motorrollern, mobilen Verkaufsständen sowie den im letzten Bericht angesprochenen Bautätigkeiten. Der vor zwei Jahren (während der mehrmonatigen politischen Proteste) durch Feuer zerstörte vordere Teil des Einkaufszentrums Central World ist inzwischen komplett wiederhergestellt worden … so als wäre nichts gewesen. Ein paar Blocks errichtet das Betreiber-Unternehmen dann auch schon das nächste Shopping Center namens Central Embassy (so benannt weil es direkt an die britische Botschaft grenzt).
Die Busfahrt von Bangkok zurück zum Ausgangspunkt meines diesjährigen Aufenthaltes, Pattaya, hat sich um gut eine Stunde verzögert. Kurz bevor es losgehen sollte, brannte direkt neben dem Busbahnhof ein kleines Lagergebäude. Die Feuerwehr war relativ schnell zur Stelle und hat den Brand innerhalb von ein paar Minuten gelöscht. Zum Glück waren dort keine Gasbehälter oder ähnliches gelagert, die einem um die Ohren hätten fliegen können.
Ein Punkt, in dem Chiang Mai im Vergleich mit Bangkok und Pattaya auffällt bzw. nicht auffällt, sind die fehlenden Bautätigkeiten. Werden in Pattaya von Naklua bis Jomtien und in Bangkok über die gesamte Stadt Hotels, Apartment-Häuser, kleine Geschäftsstraßen und Einkaufszentren hochgezogen, habe ich in Chiang Mai davon kaum etwas gesehen.
Singapur hingegen, die dritte Station meines diesjährigen Urlaubs, ist architektonisch vielleicht sogar noch etwas aktiver als Bangkok. Durch die geringere Größe des Stadtgebietes fallen die Neubauten dann zusätzlich ins Auge.
Meine Eindrücke des Stadtstaates hatte ich ja schon in einem Bericht letztes Jahr beschrieben [zu finden links im Archiv]. Diese haben sich eher noch verstärkt als grundlegend verändert. Besucht habe ich dieses Mal u.a. den Botanischen Garten, der mir sehr gut gefallen hat. Es gibt eine große Zahl an verschiedenen Pflanzen, die oft durch kleine Schilder benannt werden. Klasse fand ich die Wege durch einen tropischen Regenwald.
Außerdem bin ich nach Sentosa gefahren, wo man aus einer kleinen Insel einen Vergnügungspark gemacht hat mit Casino, Universal Studios, Ausstellungen, Restaurants, Shops, Stränden, Monorail und Seilbahn. Das ganze derart geschickt, dass jeder einzelne begehbare Weg und Platz vorgeplant und begrenzt ist. Alles in viel Beton und angenehmen Farben gehalten und – wie überall sonst in Singapur – klinisch sauber, dafür aber mit fetten Eintrittspreisen (Tagesticket Universal Studios: 45 Euro).
Neben der Orchard Road sind viele Touristen im noch relativ neuen Bereich Marina Bay zu finden. Dort findet sich z.B. der überdimensionale Marina Bay Sands Komplex mit Einkaufszentrum, Hotel und Casino. Auch sind dort ein futuristisch gestaltetes Museum (in Form einer sich öffnenden Blüte), ein direkt auf dem Wasser verankertes Fußballfeld, das Riesenrad, die Formel Eins-Strecke und viele Wolkenkratzer (meist von Banken). Abends, nicht lange nach Einbruch der Dunkelheit, läuft das mehrwöchige Lichterfestival mit zwei, drei Dutzend zum Teil sehr interessanten und kreativen Lichtinstallationen rund um das Wasserbecken.
Tja, und wie schon beim letzten Mal beschrieben, hat in Singapur ein guter Prozentsatz der Bevölkerung reichlich Kohle. Man scheint ein mehr Wert auf ein Upgrade des eigenen Wagens Wert zu legen: neben den diversen Porsche, die es dort noch immer gibt, habe ich an zwei Tagen sechs Lamborghini gesehen (zwei auf einem Parkplatz, vier in einer Reichen-Gegend nordwestlich der Orchard Road durch die Gegend brausend).
Nach dem ersten verlorenen Jahrzehnt dieses neuen Jahrtausends wird auch das zweite Jahrzehnt speziell für Deutschland verlorengehen.
Hat man mehr als genug Energie und Aufmerksamkeit für den Dot-Com-Bust in 2001/02 verplempert, für die Reaktion auf den Einsturz des World Trade Centers (in Form von Kriegsausgaben, gedämpfte wirtschaftliche Stimmung weltweit usw.) und dann in 2008 und Folgejahren für die aus den USA herüberschwappende Immobilienkredit-Malaise, geht es in diesem Jahrzehnt nahtlos weiter mit anhaltenden Problemen resultierend aus eben dieser Kreditkrise und, zusätzlich, aus der heillosen Überschuldung südeuropäischer Staaten.
Leider ist schon zu viel Geld an Griechenland und Portugal, aber auch Irland geflossen. Dieses wird nie wieder zurückgezahlt werden. Wurde doch gerade das mehr als hundert Milliarden Euro umfassende Paket für Griechenland durchgewunken, gibt es auch schon die ersten Spekulationen über noch weitere notwendige Unterstützung gegen Ende des Jahres. Auch Irland verhandelt gerade über die Konditionen für in der Vergangenheit erhaltene Finanzhilfen. Spätestens jetzt muss Deutschland nicht nur aus dem Euro, sondern gleich ganz aus der EU austreten.
Als Währung wird die D-Mark wieder eingeführt, die den Menschen in Deutschland ja sowieso noch sehr vertraut ist und nicht nur in Europa, sondern weltweit einen guten Ruf genossen hat. Außerdem werden alle Verbindungen zum Europaparlament gekappt und sich eigene Gedanken in Bezug auf bestehende sowie künftige Gesetze gemacht. Gleichzeitig werden alle Zahlungen an die EU eingestellt (Deutschland war bisher immer nur Netto-Zahler, kann auf diese Weise also mehrere zehntausend Milliarden Euro an Zahlungen eingesparen und zur Unterstützung deutscher Bürger, Unternehmen sowie Städten und Gemeinden verwenden).
Und sein wir doch mal ehrlich: von der Niederlassungsfreiheit im EU-Raum hat ein berufstätiger Otto-Normalbürger sowieso nichts, da häufig entweder (1) deutlich weniger bezahlt wird (für die gleiche oder mehr Arbeit) oder (2) ein freier Arbeitsplatz im europäischen Ausland angesichts hoher Arbeitslosenquoten vor Ort nicht zu finden ist (abgesehen von Spezialisten auf bestimmten Gebieten, die dann aber in Übersee deutlich mehr verdienen).
Gleichzeitig wird auf diese Weise die negative Auswirkung dieser Wohnsitz- und Arbeitsfreiheit, nämlich der Zuzug von billigen Arbeitskräften aus Ost-Europa unterbunden und die immer noch hohe Zahl an deutschen Arbeitslosen deutlich reduziert. Denn die offiziellen Statistiken sind auf unverschämte Weise geschönt durch die Nichtaufführung von Ein-Euro-Jobbern, 400-Euro-Kräften, Umschülern, Frührentnern sowie Personen, die sich nicht mehr bei den Behörden als arbeitslos melden.
Städte, Gemeinden und der Staat hätten jetzt Zeit und Aufmerksamkeit, sich um die eigene Überschuldung zu kümmern, anstatt sich Tage und auch Nächte mit den Finanzen von anderen Staaten zu beschäftigen. Damit versammelt man auch die Bürger/innen hinter sich, die den an hausgemachten Problemen erkrankten südeuropäischen Staaten sowieso nicht trauen.
Und wenn man auch für sich als Land der Meinung sein sollte, das Finanzinstitute nicht kollabieren dürfen, dann kann man von den oben genannten zehntausenden Milliarden sowie den jetzt als Kredit vergegebenen bzw. in Aussicht gestellten weiteren mehreren hunderttausend Milliarden problemlos einen Teil an deutsche Banken leiten, anstatt sie auf Nimmerwiedersehen in Südeuropa zu versenken. (Nebenbei: wenn abzusehen ist, dass die Commerzbank sowie einige der Landesbanken aus eigener Kraft sowie mit zusätzlicher Hilfe durch den deutschen Staat nicht lebensfähig sind, dann müssen sie eben abgewickelt werden. Gerade in Deutschland gibt es ausreichend viele Finanzinstitute in Form von Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, der Deutschen Bank und Niederlassungen von ausländischen Banken. Außerdem: bei Privatleuten und Einzelunternehmern -- selbst mit nur niedrigem Schuldenstand (der aber voraussichtlich nicht abgebaut werden kann) -- hat man schon seit Jahrzehnten keine Ausnahme gemacht bzw. ein Auge zugedrückt, sondern Insolvenzverfahren und/oder Zwangsvollstreckung eingeleitet.
Profitieren von einem EU- sowie Euro-Austritt werden einheimische Unternehmen, deren Kreditaufnahme durch EU-Regelungen (Basel II und III) entweder stark beschränkt oder gleich ganz unterbunden ist. Das muss man sich mal vorstellen: Pleitestaaten in Südeuropa kriegen trotz miserablen Haushaltens Abermilliarden Euro in den Hintern gepumpt, ein wirtschaftlich umsichtiges deutsches klein- oder mittelständiges Unternehmen erhält keinen Cent zur Expansion, Erneuerung des Maschinenparks oder ähnlichem, einfach nur deshalb, weil es die EU-Gesetzgebung für die Branche so nicht vorsieht. Und dies ist wahrlich kein neues Problem: schon vor zehn Jahren hat sich ein befreundeter Unternehmer darüber mokiert.
Profitieren werden desweiteren Reisende, die mit einer starken D-Mark im Rücken preisgünstige Urlaube in Europa machen können, statt die aktuellen Apotheker-Preise gerade in Ländern wie Italien bezahlen zu müssen. Der Wechselkurs DM/Euro bzw. DM/andere Währung (bei einem möglichem Auseinanderbrechen der restlichen Euro-Zone nach Deutschlands Austritt) wird einige angenehme Urlaubstage in der südländischen Sonne ermöglichen, sofern man dazu Lust hat.
Vorteile hat auch der Staat, indem die Bürger zufriedener sind, weil es dem Land und einem selbst (nicht nur finanziell) besser geht. Zur Zeit wird dem anderen jeder noch so kleine Vorteil geneidet, weil man selbst den Gürtel enger schnallen muss. Solche Korinthenkackerei ersparen wir uns und verwenden die Energie lieber auf ein finanziell starkes Land als Ganzes, indem wir uns mit den wirklich wichtigen und gravierenden Summen von TrillionenBillionen Euro auseinandersetzen (wie z.B. den deutschen Staatsschulden in Höhe von mehr als 2 Trillionen Billionen Euro) und nicht mit Kleinbeträgen ein paar Millionen, denn das ist nur Zeit- und Energieverschwendung.
Durch Hinweise in einem online-Reiseforum hellhörig geworden, habe ich einfach mal gezielt nach kleinen Wechselstuben in Pattaya und Bangkok Ausschau gehalten. Und siehe da, der Wechselkurs ist hier für den Kunden tatsächlich vorteilhafter als bei Banken, und zwar so um ein halbes bis ein Prozent.
Bereits drei Stationen weiter, kommt hier der nächste Bericht meiner diesjährigen Südostasienreise.
Vom ersten Anlaufpunkt, Pattaya, ging es per Bus zum Flughafen Suvarnabhumi und von dort mit Air Asia nach Chiang Mai in Thailands Norden, wohin ich in den vergangenen Jahren schon oft gereist bin und immer wieder gerne zurückkehre.
Auffällig war nach der Landung und dem Verlassen des Flughafengebäudes die sehr eingeschränkte Sicht. Eine diesige, nebelige Stimmung hüllte die Stadt ein. Die Luftfeuchtigkeit erschien aber wie sonst auch immer, und nach Regen sah es schon mal gar nicht aus. Ganz im Gegenteil -- der Boden war furztrocken.
Die Lösung dieses Rätsels war mir durch Berichte in der Bangkok Post bekannt: traditionelle Brandrodungen der Landbevölkerung, die damit ihre Felder für die nächste Saison vorbereitet. Dadurch entstandene Staubpartikel hielten sich in der Luft über weite Teile des Nordens.
Abhilfe schuf erst der Regen an den vorletzten beiden Tagen meines einwöchigen Aufenthaltes. Wäre ich Bewohner Chiang Mais und nicht nur Tourist für kurze Zeit, hätte ich mich aus gesundheitlichen Gründen wohl deutlich mehr drinnen aufgehalten.
Insgesamt waren vor Ort etwas weniger Touristen als in den Jahren zuvor. Die meisten von ihnen wieder mal -- bzw. immer noch -- Amerikaner, dazu der übliche Teil an Europäern und ein paar Asiaten.
Vor ein paar Jahren war der Bargeldwechsel am Flughafen in Bangkok manchmal etwas vorteilhafter als in Pattaya. Das scheint mittlerweile aber nicht mehr zu gelten. Der Baht-Betrag beim Umtausch am Flughafen ist mehr als 2 Prozent niedriger als in Pattaya – für einen Euro erhält man z.B. nur 38,5 Baht anstatt 39,5 Baht.
Um das Reisen im Land des Lächelns zu vereinfachen oder einfach nur eine Anregung zu Unternehmungen zu geben, beginnt heute eine neue Serie hier im Blog: Thailand Travel Tips.
Los geht es mit einem Tip zum Transfer zwischen Bangkoks Suvarnabhumi Airport und Pattaya.
Im Erdgeschoss des Flughafens befindet sich der Fahrkarten-Schalter von 'Bell Travel Service', wo von morgens bis abends etwa alle zwei Stunden ein Bus direkt nach Pattaya fährt. Das Endziel ist Jomtien – wer vorher aussteigen will, sagt dem Fahrer oder dem Busbegleiter zu Beginn der Reise oder kurz vor Erreichen des gewünschten Ausstiegspunktes Bescheid, so z.B. an der North oder Central Pattaya Road. Der Fahrtpreis beträgt 3 Euro.
Für den Transfer in umgekehrter Richtung kann man im Internet, telefonisch oder direkt im Büro (am Busbahnhof North Pattaya Road) seine Fahrkarte bestellen bzw. direkt kaufen. Für 4,50 Euro wird man direkt im Hotel abgeholt und im Kleinbus zum Busterminal gebracht. Von dort geht es dann mit dem großen Bus weiter direkt zum Flughafen.
In guter Tradition möchte ich auch dieses Jahr wieder von meinen Eindrücken und Erlebnissen während meines Thailand-Urlaubs berichten.
Inzwischen bin ich schon seit über zwei Wochen im Land des Lächelns, hatte bisher aber noch keine Inspiration oder Lust, irgendetwas zu schreiben. Zuerst war Erholung angesagt: also Abschalten von Deutschland, dem Winter, der Arbeit.
Das klappt hier immer sowohl zuverlässig als auch schnell, inmitten einer (nach außen hin) gelassenen Thai-Bevölkerung, gutem Wetter (30-37 Grad C), ausgezeichnetem Essen und dem großen Kontrast zum Alltagsleben in good old Germany.
Angenehm ist auch, dass man hier nichts selbst zu kochen braucht. Vom Frühstücksbuffet über kleine Snacks im Laufe des Tages bis hin zum Abendessen hat man eine große Auswahl zu kleinen Preisen. Exotische Früchte, die in Europa verboten teuer sind, kann man hier für wenig Geld kriegen. Gestern habe ich für zwei Mangos und zwei Drachenfrüchte etwas unter zwei Euro bezahlt, letzte Woche für acht Maracuja etwas über einen Euro und fünfzig.
Auf den Piss gehen tun mir – und auch anderen – lediglich die nochmal stark gestiegene Zahl an Russen. In einem Artikel der Bangkok Post vom Freitag (02.03.) stand, dass russische Touristen zahlenmäßig inzwischen die englischen an der Top-Position derer aus dem Westen abgelöst haben. Was ich ohne Zweifel – zumindest hier für Pattaya – bestätigen kann, sind sie doch überall, und wirklich überall, präsent. Ganze Strandabschnitte sind mittlerweile fest in ihrer Hand, im Food Court des (relativ) neuen Central-Einkaufszentrums sind abends mindestens die Hälfte der Tische von Russen belegt, und zur nahegelegenen Insel Koh Larn kann man nur noch mit einer großen Toleranz gegenüber russischen Touristen fahren (die ich aber nicht habe).
Als guter Reisebegleiter erwiesen hat sich mein amazon Kindle, den ich vor ein paar Monaten gekauft habe. Anstatt schwere und kofferfüllende Bücher einzupacken und von einem Ort zum nächsten zu schleppen, reicht dieser leichte und kleine E-Book-Reader vollkommen aus. Für neuen Lesestoff kann man sich in einem Internet-Cafe bzw. über einen Hotel- oder Cafè-HotSpot bei amazon eindecken. Das Angebot, vor allem an englischsprachigen Büchern, ist sehr groß -- gleichzeitig spart man oft zwischen 20 und 50 Prozent des Preises der gedruckten Ausgabe. Zur Zeit lese ich u.a. 'The intelligent investor' von Benjamin Graham, das sich mit der Anlage in Aktien und Anleihen beschäftigt. Eine Rezension dazu gibt es dann später hier im Blog.
ich wollte mich an dieser Stelle einmal ganz herzlich für die Einführung der Luftverkehrssteuer bedanken -- sie sparen mir dadurch jährlich um die 1.000 Euro!
Wie? -- Ganz einfach: anstatt zweimal pro Jahr nach Thailand zu fliegen, lege ich beide Urlaube zusammen und bleibe beim ersten -- und jetzt einzigen -- Aufenthalt dann einfach länger.
Dadurch spare ich:
(durchschnittlich) 650,- Euro für den (bisher) zweiten Hin- und Rückflug
25,- Euro für die Bahnfahrt zum Flughafen
(ca.) 200,- Euro für Strom und Gas*
(ca.) 100,- Euro für Lebensmittel*
Außerdem: 20+ Stunden im Flugzeug
Also, noch einmal, vielen Dank für die Luftverkehrssteuer, deren Einführung mich mein Reiseverhalten hat überdenken lassen und mir damit einiges an Geld spart!
* geschätzte Ersparnis durch geringere Heiz- und Stromkosten, weil die vier Wochen aus dem Sommer jetzt im Winter in Südostasien verbracht werden; außerdem niedrigerer Verbrauch von Lebensmitteln zur warmen Jahreszeit
Schon bei Obamas Deutschlandbesuch vor ein paar Jahren und seiner Rede am Großen Stern in Berlin habe ich mich gefragt, weshalb soviele Deutsche den Mann gut finden und begeistert seinen Worten lauschen.
Zwischenzeitlich hat er seine großen Versprechen -- wie es schon zu erwarten war -- nicht gehalten. Denn statt z.B. das Gefangenenlager Guantanamo aufzulösen, wie er es während des Wahlkampfes 2008 immer und immer wieder betont hatte, ist dies bis heute nicht geschehen.
Heißt im Klartext, daß seit knapp vier Wochen sowohl Ausländer als auch Amerikaner auf US-Boden verhaftet und ohne ein Recht auf Anwalt oder Gerichtsprozeß für unbestimmte Zeit nach Guantanamo verschleppt werden können.
Die Aushöhlung von Grundrechten ist also in vollem Gang. Doch von den republikanischen Kandidaten für die Präsidentenwahl 2012 spricht sich nur Ron Paul vehement gegen Obama und sein Gebaren aus.
Auch sonst ist in den Medien nicht viel darüber zu hören. Umso besser, daß es Kritiker wie z.B. Reverend Manning gibt, dessen Videoclips auf Youtube zu sehen sind und in denen er sich für die lt. US-Verfassung zugesicherten Grundrechte und deren Verfechter Ron Paul ausspricht:
Was Gewerkschafter von denjenigen halten, deren Rechte sie vertreten, lässt sich in der aktuellen Ausgabe der Berliner Zeitung nachlesen. Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger wird darin mit folgender Aussage zitiert:
"Anton Schlecker trägt als Eigentümer persönlich die Verantwortung für seine Beschäftigten. Eigentum verpflichtet."
Was ein Zusammenhalt unter Nachbarn doch Gutes bewirken kann: Letzten Sonntag sind die Neighbors from Hell ausgezogen!
Nach fünf Monaten ständigen nächtlichen Kraches haben alle Mietparteien hier im Haus wieder ihre Ruhe.
Der Weg dahin war nicht ganz einfach -- so haben wir insgesamt ca. fünf Schreiben mit allen Unterschriften an die Vermietergesellschaft geschickt und waren auch allesamt dreimal persönlich zum Gespräch dort. Dazu kamen mehrere Beschwerdetelefonate und natürlich die divesen Konfrontationen mit den Mietern selbst.
Jetzt kann man in der eigenen Wohnung wieder entspannen...
Vor drei Tagen hat ein Zollbeamter am Bangkoker Flughafen Suvarnabhumi nach Durchschreiten der Sicherheitsschleuse die Abtastung seines Körpers verweigert und einen Sicherheits-Mitarbeiter auf die Ohren geschlagen.
Der von einer Sicherheits-Kamera aufgenommene Vorfall kann auf YouTube angesehen werden:
P.S: Wenn mein Thailändisch jetzt nur schon gut genug wäre, um problemlos und schnell alle thailändischen Kommentare lesen und verstehen zu können...